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Dienstag, 17. Dezember 2013

Routine? Such, such, such... nep, noch nicht gefunden.

Was machen wir momentan eigentlich? Die Frage taucht von manchen Seiten dann doch mal auf...

Das ist auch ne berechtigte und gute Frage! Weil wir selber jeden Tag aufs Neue überrascht werden. Aktuell arbeiten wir auf jeden Fall noch nicht, da wir Zeit zum akklimatisieren bekommen haben. Aber ein paar Sachen sind doch jeden Tag ähnlich: 6.45 Uhr Laudes, danach Frühstück mit den Schwestern - das auch immer fröhlicher wird, da wir langsam aber sicher mehr verstehen.

Danach... unterschiedlich. Gestern und heute hatten wir "frei", d.h. Eigenstudium portugiesisch, Lesen, Zeit fürs persönliche Gebet oder zum Musizieren... Außerdem war Bischof Josafa da, wollte mit uns noch bisschen reden, dann ergibt sich mal ne kurze, holprige Unterhaltung mit einer der Schwestern... Oder auch portugiesisch-Intensiv-Unterricht bei Valda: Eine Brasilianerin, die trotz Rente Kinder unterrichtet, die aufgrund der öffentlichen Schulen (qualitativ nicht ganz so hochwertig wie private Schulen) ansonsten Nachteile hätten. Und das ist für sie mit uns quasi wie bei uns Deutsch-Unterricht. Für uns nur mit dem kleinen Unterschied, dass sie uns Wörter nicht übersetzt sondern auf portugiesisch erklärt.

Und ab und zu werden wir entweder von Sabina, Martin oder dem Bischof auch einfach so mit raus genommen - eben zu Diskussionen (wie von Ben beschrieben), oder zu diversen Gottesdiensten (die aufgrund des gleichen Aufbaus toll sind zum Lernen)... Also fad wirds nie.
Auf dem Weg in die Stadt begleitet uns meistens Luciana, eine Kandidatin fürs Noviziat, die sich auch sehr bemüht und viiiel Geduld mit uns hat... Und sich total freut, wenn sie uns was von ihrer Kultur zeigen kann (wie z.B. Aqua de Coco trinken...)



Der Grund dass wir momentan eher mehr Themen-orientierte Blogs schreiben als Erlebnisberichte ist, dass die Tage doch recht gleich ausschaun, und das recht fad für alle Mitlesenden wäre :).

Das was aktuell für uns super ist: Es ist Regenzeit. D.h. Mittags Temperaturen um die 28/29 °, die sich angenehm anfühlen, wenns geregnet hat ists wieder kühler... Ist ganz praktisch für die Umgewöhnung. Und: die freuen sich unglaublich über den Regen. Auch wenns wirklich schüttet wie aus Eimern, und dann die Straßen innerhalb 10 Minuten geflutet sind - das fließt ja eh innerhalb der nächsten halben Stunde wieder ab...









Verschlossene Offenheit

Bem Vindo – Herzlich Willkommen. So begrüßen uns die Tage die Menschen überall. Egal ob wir uns in einer Kirche, einem Gebetskreis oder irgendwo anders befinden. Wir sind als österreichische Freunde, dank des verstorbenen Bischofs Richard Webersberger, immer besonders Willkommen, auch wenn ich eigentlich aus Bayern (Deutschland) komme, aber das ist ein anderes Thema.

Dazu im absoluten Kontrast stehen die Gebäude. Man findet in ganz Barreiras keine offene Türe, außer es ist ein Geschäft, oder es sitzt jemand neben dieser offenen Türe. Alle Gebäude sind entweder von hohen Mauern oder von Zäunen und Gittern umgeben. Das eigentliche Leben findet in der Regel in den Gebäuden oder in deren Innenhöfen statt. Vielleicht lässt es sich am ehesten mit oberösterreichischen Vierkanthöfen beschreiben.

Nur, dass die Gebäude in der Regel in der Mitte der Mauern stehen. Auf den Mauern sind dann auch noch stromführende Drähte, Stacheldraht und Zacken angebracht. Nach 22 Uhr sind wir angehalten die Wohnungstüre mit einem Vorhängeschloss und zwei weiteren Riegeln zu sichern und die Fenster zur Straße nicht mehr zu öffnen. Das Gartentor sollte den ganzen Tag über verschlossen sein. Die Schwestern fahren entweder direkt mit dem Auto in die Garage, von der aus sie ins Haus können, oder über einen sehr gut gesicherten Eingang.

Und nicht nur wir verhalten uns so, sondern überall (auch oder vorallem in Salvador). Also fährt man immer an Mauern entlang.

Die Menschen sind wie bereits oben beschrieben dagegen herzlich. Sie freuen sich, auch wenn wir oft nicht wissen worüber. Jede Gelegenheit wird genutzt um sich zusammenzusetzen. Jeder bring etwas zu Essen mit. Und selbst in den ärmlichsten ländlichen Häusern gibt es nach einer wichtigen Diskussion über Landbesitz einen Kaffee, es wird gescherzt und gelacht.

Ebenso sieht es in den Kirchen aus. Es wird geklatscht, alle sind fröhlich und beim Friedensgruß geht der Tumult erst richtig los. Jeder verlässt seinen Platz um möglichst vielen Bekannten und Unbekannten „paz de cristo“ zu wünschen. Bei unseren ersten Gottesdiensten waren wir damit etwas überfordert, aber schön langsam wird es. Auch die Kirche steht übrigens nicht immer offen, sondern ist wie alle Gebäude durch Zäune gesichert.

Spricht man die Menschen auf dieses Bild an, bekommt man quasi immer eine gleiche oder ähnliche Antwort. Früher war es lebensgefährlich, diese Angst ist noch nicht überwunden und berechtigt. Fabio erzählte ergänzend, dass ein guter Freund vor kurzem ein Haus in Barreiras gekauft hat. Nach dem Einzug fuhren er kurz weg und als er wieder kam, war die gesamte Wohnung leer. „Die haben alles mitgenommen, weil sie wenig Zeit haben und sortieren das dann später auseinander“.

Sonntag, 15. Dezember 2013

T como telheiro - oder: Den Mönch macht nicht der Habit aus?

Schon vor einigen Monaten hatte ich einen Blog mit dem Titel "T wie..." geschrieben. Jetzt im Portugiesischen ist mir das passende Wort dazu untergekommen - Telheiro: Schutzdach.

Das T, also das Tau hatten wir ja, wie erwähnt, in Österreich bereits geschenkt bekommen. Benjamin und ich hatten auch damals gemeint, dass es sich irgendwie wie ein Schutz anfühlt - und hier, in Brasil, wird das Gefühl um Einiges konkreter.
Ja, es gibt hier hohe Kriminalität. Aber die Menschen sind auch um einiges religiöser, und haben in den meisten Fällen Respekt vor Priestern, Ordensleuten und Menschen, die offensichtlich irgendwie mit der Kirche zu tun haben. Und bei uns sieht man das eben auch daran, dass wir offen das Symbol des Hl. Franziskus tragen.

Damit kommen wir zum Habit... Hier, in Barreiras,  haben wir noch keine einzige Schwester, bzw. keinen Mönch im Habit gesehen. Die Ordensleute heben sich eig. nur dadurch vom Rest ab, dass sie keine Röcke tragen, die kurz unterm Gesäß enden, oder zu tiefe Ausschnitte haben - bei uns würde man sagen, sie sind anständig angezogen. Und oft, aber nicht immer, tragen sie eine Kette, die das Ordenssymbol zeigt - also bei den Bendediktinern ein Kreuz mit der Benediktusmedaille, bei den Franziskanern ein Tau.

Und da ist es uns jetzt witzigerweise schon ein paar Mal passiert, dass Ben und ich angesprochen wurden: "oi! sao Franciscanos? Nao, nao somos! O Tau é um presente de um Beneditino, qui chame Francesco!"
(Seid ihr Franziskaner? Nein, sind wir nicht, das Tau ist ein Geschenk eines Benediktiners, der aber Franz heißt)

Auf Deutsch ist das nicht so witzig, aber in Portugiesisch endet diese Unterhaltung aufgrund der Wortähnlichkeiten immer in Gelächter... Es erinnert mich auf jeden Fall immer wieder an ein Gespräch, indem besagter Pater zum Thema normale Kleidung vs. Habit gesagt hat "Selbst Benedikt sagte schon: Den Mönch macht nicht der Habit aus!"

Falls jetzt Verwirrung entstanden ist: Nein, wir sind noch nicht in den Orden eingetreten. Aber es ist wunderschön, im Schutz/unter dem Schutzdach des Klosters hier leben zu dürfen, und wir sind extrem dankbar dafür. Und hier schließt sich der Kreis zum Wort "telheiro".

Übungen in Spontanität

Ein Anruf in der Nacht: „Der Bischof hat gerade angerufen und gefragt, ob ihr Lust habt mit zur Abschlussmesse von der Landwirtschaftsschule in Angical mitzukommen“, mit dieser Frage überraschte uns Sr. Sabina kurz vorm ins Bett gehen. Nach dem Schlafen war für uns Klar, unserem Gastgeber möchten wir ungerne den Wunsch ausschlagen.

Nach der Laudes und dem Frühstück wartete auch schon der Bischof und ein junger Priester namens Wilson (gesprochen Uiuson) auf uns vor der Tür. Die Stadt Angical liegt ca. 40 Kilometer außerhalb von Barreiras und ist „muito historical“. Nachdem wir in der Stadt angekommen waren würde ich sagen, die beste Übersetzung lautet – sehr ursprünglich. Die Straßen bestehen aus Kopfsteinpflaster und alle Häuser wirken sehr einfach und alt. Trotzdem hatte ich persönlich den Eindruck alles ist eigentlich ganz gut gepflegt. Der Eindruck darf jedoch nicht verheimlichen, dass auch hier Drogen und Gewalt quasi gleich ums Eck sind. Erst im März wurde genau in dieser Stadt ein beliebter Pfarrer erschossen, weil er einem Drogensüchtigen geholfen hatte.

Auf der Fahrt nach Angical erzählte gab uns Dom Josafá einen Zettel, auf dem die Geschichte der Landwirtschaftsschule abgedruckt war.

Die Schule wurde vor knapp 30 Jahren von P. Gerhard und anderen gegründet um den Menschen einen nachhaltigen Umgang in der Landwirtschaft beizubringen. Die Absolventen sind wohl in der Region sehr angesehen. Darüber hinaus erzählte uns Dom Josafá sichtlich stolz, dass heute 6 Mädchen und 10 Jungen ihre Zeugnisse erhalten.

Während der Erzählung bretterte der Bischof mit seinem Fiat Geländewagen mit rund 130 km/h über die teilweise recht löchrige Straße. Durchgezogene Linien gelten hier eher als Hinweis, denn als feste Regel und so überholten wir an den Abenteuerlichsten stellen. Gott sei Dank hatten wir vorher dafür gesorgt, dass Vicky und ich uns angurten konnte, da die Rückhalteautomatik mehr als einmal ansprach, wenn wir wieder durch ein Schlagloch rauschten. Der Verschluss von Vickys Gurt war zu Beginn unserer Reise unter dem Sitz versteckt und wir trauten den  Worten „Naa, des ist nicht notwendig sich anzugurten“ nicht ganz.

Draußen zogen derweil viele Bilder an uns vorbei, die wir euch leider nicht zeigen können, da wir wieder Mal die Kamera vergessen hatten – Wir sind ja noch ein ganzes Jahr hier. Grün war das Wort, dass dem Bischof bei der Rückfahrt dazu einfiel, „muito verde“! Dank des Regens der letzten Tage ist hier alles Grün. Am Straßenrand weideten immer wieder Pferde, magere Kühe und in der Ferne erhoben sich die Hochplateaus der Umgebung.

Wieder in Barreiras angekommen bekamen wir ein Mittagessen im Kreise einer Gruppe, die in diesem Jahr ein großes Fest in Barreiras organisiert hat. Zum Fest kamen im August 30.000 Menschen. Dom Josafá setzte uns zusammen mit Fabio an einem Tisch, „Der kommt auch aus der Informationsbranche und kann auch Englisch“. Fabio erklärte uns ein wenig die Unterschiede zwischen dem Norden – seiner Heimat – und Bahia – seinem Wohnort seit 2 Monaten.  Im Gespräch wurde uns wieder Mal bewusst, dass es nicht ein Brasilien gibt, sondern viele unterschiedliche Regionen und geschichtliche Unterschiede. Fabio z.B. unterschied sich vom Rest der Menschen im Raum nicht nur durch sein europäisches Aussehen, sondern auch durch die Aussprache.

Das Mittagessen zog sich ungefähr bis halb drei am Nachmittag. Jetzt hatten wir etwas Zeit für uns, Bloggen, Internet, Kaffee trinken… Um 18 Uhr ging es schon wieder weiter, dieses Mal zu einer Hauskirche.

Viva o sono! Es lebe der Schlaf!



Ein Tag voller Eindrücke geht zu Ende und ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Wir sind aktuell bei den Benediktinerinnen hier in Barreiras untergebracht. Das bedeutet, wir haben einen eigenen kleinen Bereich. Wer das Kloster in Kremsmünster kennt… Das lässt sich nur ganz wenig vergleichen.


Fensterscheiben gibt es nur wenige. Wozu auch? Es ist warm, sehr warm um genau zu sein. Allerdings sagen uns immer alle, dass es jetzt viel besser ist, da es ja geregnet hat. Wer schon Mal Regen bei knapp 30 Grad erlebt hat weiß, dass das bedeutet es wird schwül. Und wo es schwül ist, da gibt es auch Mücken. Also haben wir zwei hübsche Moskitonetze für unser Doppelbett bekommen. Daneben haben wir ein kleines Arbeitszimmer eine Dusche und ein WC. Essen dürfen wir zusammen mit den Schwestern.

Wie Vicky bereits geschrieben hat, fuhren wir am Abend zur Lucia-Feier. Die Hl. Lucia ist hier neben Maria einer der absoluten Top Heiligen wie wir uns sagen haben lassen. Bei der Anfahrt zur Nachbarpfarrei regnete es wie aus Eimern und Schwester Luciene fuhr uns durch die löchrigen Straßen Barreiras. Egal durch welche Straße wir fuhren, überall zeigte sich das gleiche Bild. Knie tiefe Löcher und Abflussrinnen gefüllt mit Wasser. Keine Ahnung woher Schwester Luciene wusste, durch welche Löcher man Fahren kann und durch welche nicht.


Dazu kam auch noch der sonstige Verkehr. Die Regeln dieses Balletts habe ich allerdings noch nicht durchschaut. Rechts vor Links? Größe des Fahrzeugs? Linksabbieger? Geradeaus… Keine Ahnung was wann wie galt. Egal welches Verkehrszeichen am Straßenrand war, manchmal ließ die Schwester einen Linksabbieger durch, obwohl wir geradeaus wollten, manchmal auch nicht. Hin und wieder fuhr Sr. Luciene einfach auf die andere Straßenseite. Entweder um Löchern oder anderen Verkehrsteilnehmern auszuweichen. Das alles OHNE GURT, die Funktionierten hinten einfach nicht.

Heil bei der Feier angekommen, überraschte uns der Bischof Dom Josafá, indem er beim Einzug in die Kirche einfach Mal zu uns hinlief und uns mit Handschlag begrüßte. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen am Ende der Messe darauf hinzuweisen, dass wir da sind. Oberpeinlich, da ich bei einem plötzlichen Blackout nach 3 Tagen ohne richtigen Schlaf nur noch rausbrachte „Meu nome é Benjamin, eu sou trinta e dois anos“ Beim Beruf setzte es dann komplett aus und Dom Josafá musste übernehmen.

Nachdem wir am 11.12. um 5:20 Uhr GTM +1 Aufgestanden waren, fielen wir am 13.12. um 22 Uhr GTM -3 völlig erschöpft und von Eindrücken überwältigt in ein Bett. Dank Ventilator und Ohrstöpsel die erste Nacht in der wir beide durchschliefen. Viva o sono! Es lebe der Schlaf.

Freitag, 13. Dezember 2013

... Auslassungsfehler in der Berichterstattung entdeckt: die Churrascaria! und: Ankunft in Barreiras

Da schreib ich im letzten Titel noch von viiiel Essen und verpass voll, von der Churrascaria (gesprochen: schu-has-ka-ri-a) zu erzählen...

Also: Das sollte man, falls man jemals nach Brasilien kommt, unbedingt mal ausprobieren :). Man geht in ein Restaurant, in unserem Fall wars sogar richtig nobel, und wird erstmal an den Platz geführt. In der Mitte ein riiiiiiiiiiieeeeeeeesiges Buffet mit Salaten (sogar nach Meeresfrüchte-Sorten sortiert), mit Fisch, mit Sushi, mit Beilagen (Antipasti), mit Käse...
Am Tisch kommt dann erstmal ein Korb mit Knoblauchbrot. Und obligatorisch: "uma brasiliera bebe uma caipirinha" na dann trinken wir eben zum Mittagessen schon mal nen Caipi (der hats ganz schön in sich).

Dann gehts los: Die Kellner kommen mit Fleischspießen an deinen Tisch, und schneiden dir vor deinen Augen ein Scheibchen runter. Das heißt, da sind 3 richtig dicke sagen wir mal Koteletts untereinander auf dem Spieß, und der schneidet echt hauchdünne Scheiben.
Natürlich gibts dann verschiedene Fleischsorten, und je nachdem wo er es runterschneidet, ist es gut durch oder Medium (kann man auch auswählen). So, zwischendrin laufen sie mit frittierten Beilagen rum (Pommes, Calamari, Bananen), oder mit frittiertem Käse.
Und wenn dann die "schlacht" zu Ende ist (teilweise standen die mit 5 Spießen rund um unseren Tisch), kommt nach gewisser Zeit die Nachspeiße - d.h. ein Servierwagen mit ca. 5 Stockwerken mit Tiramisu, Cremes, Torten... Am Ende sitzt man einfach nur da und ist VOLL. Also Martin, Michi - ist das Argument genug für einen Besuch?? :)

So, und heute haben wir die Nacht in einem Bus verbracht - 12 h Fahrt von Salvador nach Barreiras. Um genau zu sein, 13 - weil wir hier mit 1h Verspätung ankamen. Aber: Endlich am Ziel - zumindest mal bis Ende Jänner, dann entscheiden wir, ob wir hier wohnen bleiben oder auch woanders Station machen - aber immer unter dem Deckmantel der Diözese. Und heut Mittag wurden wir dann bei der Abschiedsfeier von einem Straßenkinderprojekt gleich mit 2 Weihnachtsliedern und persönlich begrüßt und vorgestellt, heut Abend gehts weiter in eine große Lucia-Feier... also es tut sich sehr viel und langweilig wirds hier so schnell nicht mehr...


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Salvador: Herzlichkeit, Hitze, Sonnenbrand und Essen - viiiiel Essen

Salvador von oben
 Boa Tarde! Herzlichste Grüße aus Salvador...

Sooo, erstmal  von vorne... nach gesamt 13h Flug gestern sind wir dann so gegen halb 11/11 Abends GMT-3 hier angekommen... und gleich mal mit nem Abendessen begrüßt worden... wir warn so ziemlich hin und weg :) Und heute der Tag waren extremst viele neue Eindrücke, zusammenzufassen mit WOOOAAAOOWWW...

Die Nacht war geruhsam, und das trotz der kürze und eines Gockels direkt vor dem Fenster, der scheinbar auf europäische Winterzeit gepoolt ist. Deshalb krähte er ab ca. 3 Uhr (7 Uhr Europa) auch mit schöner Regelmäßigkeit.





Begrüßung am Zimmer bei P.Juraci

Robinho, wir, P.Juraci
Zuerst einmal die Herzlichkeit - gestern hat uns Robinho, ein Priesterseminarist aus Barreiras in Salvador am Flughafen abgeholt - und heute sich den ganzen Tag um uns gekümmert... und er war so lieb und so bemüht, mit uns zu kommunizieren... das sind eig. alle hier :)

Also was ist anders? Es ist HEIß! über 30 Grad plus, aber gottseidank mit Wind; dann überall Palmen mit Massen von Kokosnüssen dran... Ein Verkehr, bei dems dir sämtliche Nackenhaare aufstellt... Und Essen über Essen. Das Obst ist DER Wahnsinn... so lecker... das kann man sich nicht vorstellen, wenn mans nicht geschmeckt hat.

Benediktiner-Kirche
Und heute, voll schön: Wir hatten keine Ahnung wie der Tag aussieht, wurden einfach ins Auto gepackt und ab die Post. Und wohin? In eine Kirche, die dem heiligen Benedikt geweiht ist. Und dort war dann auch gleich noch Eucharistische Anbetung. Eins durfte ich heute schon lernen: Egal, an welchem Fleck der Erde man ist: Dein Glaube ist hier und dort der selbe und vereint dich  mit denen, die eben lokal wo anders sind. Das zu erkennen tut SO GUT! weil es ein stück heimat im Herzen ist, einen deutlich die Verbundenheit spüren lässt.

Adventkranz
Ansonsten... Viele viele neue Eindrücke, die wir selbst noch gar nicht alle verarbeitet haben :) Ich hab mich schon mal mit einem 2-monatigen Labrador-Welpen angefreundet... und Advent/Weihnachten sieht so aus: Grüne Bäume mit jeder Menge Lichterketten, Glitzer und Klimbim dran. Nachts noch schlimmer, da leuchten ganze Christbäume aus Drahtgestell mit Lichterketten...


Weihnachtsbaum :)


Anbei schon mal die ersten Fotos... Sind beide schon gespannt, heute Abend gehts weiter, 12 h Busfahrt, dann endgültiges Ankommen in Barreiras.
Und die Sprache? Nos falamos mais ou menos portugues. Wir sprechens also mehr oder weniger, vor allem viel mit Händen und Füßen und der Hilfe vom Google-übersetzer.

Até logo, bis bald

In der Churrascaria - klischeemäßig mit Caipi (zum Mittagessen)


Floras brasilieras
Dois gringos